auge

Von der hohen Kunst des Genießens

Unser Gastrotipp: Zum Goldenen Lamm in Dudenhofen

D

ie ehemalige Sägemühle aus dem
frühen 18. Jahrhundert steht inmit-
ten des alten Ortskerns von Dudenhofen. Schon vor langer Zeit wurde daraus ein Hotel-Restaurant. Und spätestens seit
5 Jahren ist das Goldene Lamm Anzie-hungspunkt für Menschen, die sich gerne kulinarisch verwöhnen lassen. Damals war der Gastronom Mathias Bürger von Haßloch ins wenige Kilometer entfernte Dudenhofen umgesiedelt und hat dem Haus nach umfangreichen Umbauarbeiten
einen neuen Glanzpunkt aufgesetzt.

Davor stand aber eine noch größere Ver- änderung. Denn Anfang der 80er Jahre war die Familie Bürger von Dresden ins Rheinland gekommen. Und der Leser
wird sich denken können, dass das nicht einfach nur ein „Umzug“ war. Man hat  ich zuerst in Köln niedergelassen und im „frei- en Westen“ in der Gastronomie das Glück gesucht, um es schlussendlich in der Pfalz, einer der schönsten Gegenden Deutschlands, auch zu finden. Jetzt, in Dudenhofen, können die Bürgers ihre Vorstellungen von gehobener Gastlichkeit endlich in

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Personalintensiv ist der Service im Lamm. Sorgfältig werden zahlreiche Speisen direkt am Tisch vorgelegt.
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Restaurantkritiker, sondern hat einen ganz
bestimmten Grund: Fleisch oder Fisch werden am Stück, also am Knochen, gebraten oder gegart und bleiben so natürlich saftiger. Die Zutaten sind - und das ist in einem Haus dieser Güte
eigentlich keine Frage - regional und saisonal abgestimmt. „Ich werde im Winter meinen Gästen keinen Ziegenkäse anbieten. Den gibt es dann nicht frisch, da die Ziegen jetzt ihre Milch für die Zicklein brauchen“, sagt Mathias Bürger, „bis Januar haben wir Kuhmilchkäse im Angebot, denn jetzt schmeckt man darin das Heu und die Kräuter, die im Herbst den Speiseplan der heimischen Rinder bestimmen“. So spricht jemand, für den die Gastronomie mehr als nur Beruf ist und der allein deshalb schon den Geschmack seiner Gäste bis ins Kleinste zu treffen vermag. Gekocht wird - auch das eine Selbstverständlichkeit - mit Erdgas. Der Gastronom bringt es auf den Punkt: „Ich würde auf meinen Gasherd nicht mehr verzichten!“

Unübersehbar ist der frankophile Ein- schlag auf der Karte des Goldenen Lamms
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Das Traditionshaus ist spätestens seit 5 Jahren ein gastronomisches Glanzlicht in der Südpfalz.
Gänze realisieren. Ein kleines Hotel mit 25 Zimmern und 3 Familiensuiten gehört ebenso dazu wie ein Rundum-Verwöhn-Service. Die Spezialität des Hauses sind mehrgängige  Menü- variationen, die es dem Gast erlauben, sich schon beim ersten Besuch gleich einen umfassenden Eindruck vom ganzen Repertoire der Küche des Goldenen Lamms zu verschaffen. Dabei können verschiedene Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts kombiniert werden. Dieser Philosophie folgen auch die sehr beliebten Trilogie-Angebote, wobei jeder Gang aus gleich drei Spezialitäten  omponiert ist - dazu wird selbstverständlich der passende Wein gereicht. Man muss natürlich etwas Zeit mitbringen, doch wer sich auf diese kulinarische Reise begibt, findet im Personal des Goldenen Lamms bestens geschulte Führer. Sie  tranchieren beispielsweise das Fleisch am Tisch. Das ist nicht nur Show oder Schaulaufen für - auch wenn heute mit Küchenchef René Schernau zum ersten Mal seit 10 Jahren keine Franzose in Bürgers Küche das Zepter führt. Mit Bretonischen Wochen oder einem elsässischen Menü wird hier dem Mutterland des Genießens die gebührende Referenz erwiesen.


Hotel-Restaurant Zum Goldenen Lamm
Landauer Straße 2, 67373 Dudenhofen
Tel. 06232/95001, Fax 98501
www.info-lamm.de
 
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